Bundesliga Team der Schwimmer mit hohen Ansprüchen

Die diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen (DMS) waren für unsere Bundesligamannschaft der Herren ein Heimspiel. Die Wettkämpfe der zweiten Liga Nord wurden im Dulsbergbad des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein ausgetragen, in dem Trainer Marcel Wenzel seine Leistungsgruppe bis zu vier Mal wöchentlich in den Abendstunden ihre Bahnen ziehen lässt.

Jeweils zwölf Mannschaften der Damen und Herren aus verschiedenen Nordstädten traten am Samstag (07.02.2015) gegeneinander an, wobei jede Olympische Strecke von jedem Team zwei Mal so schnell wie möglich ins Wasser gebracht werden muss. Gemessen am Weltrekord der jeweiligen Strecken bringen die erreichten Zeiten Punkte ein, die am Ende addiert werden. 

 Das Team der HT16, das im letzten Jahr den Sieg in der Nordtabelle holte und damit das erste Mal in der Vereinsgeschichte am Aufstieg in die erste Bundesliga schnuppern durfte, war dieses Mal leider schon vor den Wettkämpfen etwas in seiner Euphorie, die man daraus hätte mitnehmen sollen, gedämpft. Viele Krankheiten sorgten für ungeplante Ausfälle und damit deutlichen Abstrichen bei den Punkten - und das schon im Voraus. Dennoch starteten unsere Schwimmer gut in den Wettkampf, mischten im ersten von zwei Abschnitten lange auf den vorderen Plätzen mit. Mit der Zeit wurde der Abstand zur Spitze jedoch größer, und die anderen Teams setzten sich ab, sodass man später ganz den Anschluss an die Topgruppe verlor. Disqualifikationen, die natürlich auch keinesfalls in den Plan von Trainer und Athleten passten und ein erneutes Umwerfen der Aufstellung erfordern, um ein sogenanntes 'Nachschwimmen' zu ermöglichen, machten das Ganze erneut zur Herausforderung. Am Ende erreichte das Team der HT16 aber einen ordentlichen Platz Fünf in der Tabelle, was gemessen am letzten Jahr zwar nicht das erhoffte, gemessen an den Umständen aber ein zufriedenstellendes Ergebnis ist. 

 Dazu trug unter anderem natürlich unser Top Schwimmer Max Claussen bei, der im Olympiastützpunkt in der Landesauswahl neben den A-Kaderathleten Steffen Deibler (Hamburger SC) und Jacob Heidtmann (Schwimm-Team Stadtwerke Elmshorn) trainiert. Er holte mit seinem straffen Programm über 200 und 1500m Freistil sowie 100 und 200m Rücken die meisten Punkte der HT16er. Ebenfalls hervorzuheben sind die Leistungen des jüngsten Athleten Justin Bott, der zunächst nur aufgrund der krankheitsbedingten Ausfälle in die erste Mannschaft rutschte, dort dann aber von sich überzeugte. Mit einer enormen Bestzeit über die 400m Lagen holte er ebenfalls wichtige Punkte, nachdem auch er die Mammutstrecke der 1500m Freistil auf sich nahm. 

Außerdem kämpften die beiden ehemaligen Spandauer Jungs Frithjof Kögler und Constantin Wolters um jeden Punkt und setzten die HT16 somit sogar einen Platz vor ihren ehemaligen Verein der Wasserfreunde Spandau 04. Auch Bastian Vollmer, Johannes Koldehoff, Svend Ocke Bull und Paul Wiechhusen taten wie schon seit einigen Jahren ihr bestes fürs Team, beflügelt von den Rufen der anfeuernden Mitglieder der Landesligateams, die extra zur Unterstützung in der Halle standen. Im nächsten Jahr werden die Schwimmer sicher wieder angreifen wollen und sich zurück in die Favoritenpositionen