Sylt I

Vereinswochenende auf Sylt

Der Freitag war vom Wetter her ok. Jedoch sind leider drei Angemeldete nicht gekommen. Schnell wurde einigen Jüngeren auf der langen Zugfahrt langweilig: „Mir ist langweilig", "wann sind wir da?". Der Abend war dann gut. Das Essen war ok und die Kinder konnten noch ein bisschen draußen spielen.

Samstag fing es wirklich gut an. Es war etwas windig, aber trocken, hier und da gab es auch ein bisschen blauen Himmel zu sehen. Also haben wir unsere Sachen gepackt und sind zum Strand. Da war es dann wirklich sehr windig und kalt. Das hat uns aber nicht entmutigt und wir haben dort Spiele gespielt. Dann fing es aber doch an zu regnen, erst nur wenig, dann wurde es immer mehr. Wir haben lange ausgehalten, aber dann ging es nicht mehr. Die Kinder und Eltern hatten trotz unserer Warnungen teilweise auf Gummistiefel und Regenjacke verzichtet, so dass wir am frühen Nachmittag wieder in der Jugendherberge waren und nun mehrere Stunden drinnen organisieren mussten. Nachdem dann die meisten geduscht hatten, haben wir angefangen Mannschaftsspiele a la „Schlag den Raab“ gegeneinander zu bestreiten, was uns wirklich sehr gut gelungen ist, wie ich finde. Dann war endlich Abendessen und danach haben wir noch die letzten Spiele gespielt, um die Gewinner mit den eingesammelten Süßigkeiten zu belohnen. Für die Kleinen war es dann Zeit ins Bett zu gehen. Die Großen konnten wieder "Das Werwolf-Spiel" spielen und dann waren wir alle - glaube ich - ganz froh endlich im Bett zu sein.

Belohnt wurde das frühe Aufstehen (07:00 Frühstück am Sonntag) mit einem wunderschönen blauen Himmel. Die Sonne war auch schon wach und nachdem wir die Zimmer wieder auf in Ordnung gebracht hatten, ging es noch mal zum Strand (ca. 30 min Weg). Dort war es dann noch ein bisschen windiger, aber die Wärme der Sonne flüsterte wie schön der Tag ohne Wind hätte sein können. In kleinen Gruppen wurde dann nochmal eine Sandburg bebaut und zum Abschluss ist Marcel dann noch in die Nordsee gesprungen. Sehr erfrischend.

Dann die Heimfahrt: Da wir bei der Planung als Rückfahrt fälschlicherweise den Samstag angegeben hatten, war die Zugverbindung am Sonntag nicht die Gleiche wie abgesprochen und wir mussten alle Eltern nach Altona bestellen. Nachdem wir das alles erledigt hatten, war es also nur noch ein kleiner Schritt bis nach Hamburg, um dann verdient nach einem schönen Wochenende ins heimische Bett zu fallen. Doch es sollte anders kommen: In Itzehoe erhielten wir die Durchsage, dass ein Baum auf die Oberleitung gestürzt sei und wir deshalb nicht weiter fahren könnten... Alle Kinder hatten mittlerweile schon wieder Hunger und Jenny und Hagen machten sich auf nach Essen zu suchen. Leider ohne Erfolg. Noch immer gab es keine Info, ob es nun irgendwann weiter gehen würde oder nicht. Dann kam eine Durchsage mit der Bitte aus dem Zug auszusteigen, da dieser Zug nun zurück nach Westerland fahren würde. Also standen wir da nun auf dem Bahnhof und wussten nicht, wie es weiter gehen würde. Jenny machte sich auf, um mit einem Schaffner zu sprechen und um Informationen zu bekommen, was denn nun geplant sei. Zwischenzeitlich gab es diverse Telefonate mit Eltern und es gab weiterhin hungrige Kinder. Der Zug auf dem Nachbargleis war schon 1,5 Stunden vorher in Itzehoe eingetroffen und stand seitdem dort. Also keine guten Aussichten für uns. Es wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet, aber mit 50 Personen brauchten wir einen eigenen Bus, den es aber nicht mehr gab. Es war Sonntag und es war nicht ausreichend Personal vorhanden um alle Gäste mit Bussen zu befördern. Auch auf unsere eindringliche Bitte wegen der 50 Kinder etwas zu unternehmen, konnte keiner eingehen, da ja niemand da sei die Busse zu fahren. Also mussten wir uns eine Alternative überlegen. Mittlerweile war es 18:00 und die Zeit arbeitete immer mehr gegen uns und die Kinder. Also haben wir alle Eltern angerufen und versucht 50 Plätze in Autos der Eltern zu organisieren, die uns dann aus Itzehoe abholen sollten. Kaum war alles geplant und die Eltern machten sich schon auf den Weg als ein Bahnmitarbeiter angelaufen kam, mit der Nachricht, man hätte für uns einen extra Bus organisieren können und wir würden nach Hamburg gefahren. Also haben wir wieder alle Eltern angerufen und gesagt, dass sie und doch nicht nach Itzehoe fahren müssten, da wir nun mit dem Bus kommen könnten. Zwecks Ankunftsort  und –zeit würden wir uns nochmal mit den Eltern in Verbindung setzen. Unsere Bemühungen von diesem Bahnhof zu entkommen hatte eine junge Frau verfolgt und uns gebeten sie mitzunehmen, sie müsse um 21 Uhr einen Nachtzug nach München bekommen. Und da ich so ein gutes Herz habe, haben wir sie natürlich mitgenommen, sie und einen blinden Passagier. Wortwörtlich, denn die Frau war wirklich blind. Da saßen wir endlich im Bus und es ging Richtung Hamburg und ein letztes Telefonat mit den Eltern musste geführt werden.

In Hamburg angekommen, ist es wie immer, die Kinder sind schneller mit ihren Eltern verschwunden als man gucken kann. Mit Einzelnen tauscht man noch ein paar nette Worte aus, doch dann sind alle schnell weg und auf dem Weg nach Hause. So haben wir alle wieder eine Menge erlebt an diesem Wochenende.

Nächste Woche geht es nach Hannover und danach nach Bückeburg. Mal sehen, was wir dort erleben werden.