Vorzeigeschwimmer Rafael Miroslaw verabschiedet sich in Richtung USA

Das Jahr 2019 war bisher das erfolgreichste Jahr der noch jungen Schwimmerkarriere von Rafael Miroslaw. Diese begann 2009 mit dem Schwimmen lernen bei der HT16 unter der Anleitung unserer langjährigen Trainerinnen Gisela Wenzel und Maria Alvarez-Tipan. Bis heute hält er unserem Verein die Treue und ist mit diesem fest verbunden. Auch zukünftig wird er uns als Mitglied erhalten bleiben und hoffentlich auch wieder für uns an den Start gehen können.

Als damals 18-jähriger wurde er bei den Jugendeuropameisterschaften im russischen Kazan mit der Mix-Staffel über 4x100m Freistil Europameister und mit der Herrenstaffel über 4x200m holte er die Silbermedaille.

Von dort flog er zu den Weltmeisterschaften nach Südkorea, um dort als Bestandteil der 4x200m Staffel der Herren im Finale Platz acht zu belegen. Damit hatte Deutschland einen Startplatz für Olympia 2020 in Tokio sicher.

Zum krönenden Abschluss des Jahres wurde Rafael zum Hamburger Sporttalent 2019 gekürt.

Das Jahr 2020 und 2021 stand für Rafael ganz im Fokus der Olympia-Qualifikation. Leider machte ihm eine langwierige Schulterverletzung einen Strich durch die Rechnung und er konnte nicht an den Qualifikationswettkämpfen teilnehmen.

Nun schlägt Rafael ein neues Kapitel auf. Bereits in 2020 gab er bekannt, dass er nach seinem Abitur an der Elite Schule des Sports am Alten Teichweg an die University of Indiana in den USA wechseln wird, um dort zu studieren und zu trainieren.

Kurz vor seiner Abreise stellten wir Rafael noch einige Fragen zu seiner Zukunft:

Als erstes die Frage „Wie geht es Deiner Schulter“, die Dich leider um Deine Olympia Chance gebracht hat und was für Lehren hast Du daraus für die Zukunft gezogen?

Ich bin zurzeit leider immer noch verhindert, richtig zu trainieren, doch ich arbeite hier eng mit den Ärzten zusammen, um dies schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Dass ich bei den Spielen dieses Jahr nicht teilnehmen kann, ist sehr schade, aber ich glaube daran, dass alles seinen Grund hat und werde dies als wichtige Erfahrung mitnehmen.

Was wirst Du an Hamburg und der HT16 am meisten vermissen?

 Natürlich das gewohnte Umfeld. Sich hier auf neue Leute umzustellen, wird seine Zeit brauchen, trotzdem fühle ich mich hier sehr wohl!

Was sind bisher Deine schönsten Erinnerungen an Deine Zeit in der HT16?

Für mich persönlich waren es die ersten Jahre, in denen ich das Schwimmen gelernt habe. Dennoch sind Wettkämpfe mit der Mannschaft, wie z.B. die DMS, immer wieder eine Bereicherung für mich  

Was hat Dich dazu bewogen in die USA zu gehen?

Ich habe schon immer mit den Gedanken gespielt eines Tages in die USA gehen. Außerdem fand ich, dass es Zeit wurde, mal etwas Anderes auszuprobieren. Denn abgesehen vom sportlichen Aspekt kann ich mich dort persönlich weiterentwickeln und auch beruflich besser aufstellen. Des Weiteren finde ich, dass man dort Schule und Sport besser miteinander kombinieren kann.

Worauf freust Du Dich in den USA?

Schwer in Worte zu fassen, aber eigentlich auf alles. Mich interessiert, wie andere Nationen, wie in meinem Fall, die USA, arbeiten, um sportliche sowie schulische Bestleistungen zu erzielen.

Gibt es etwas, was Du den Schwimmerinnen und Schwimmern der HT16 mit auf den Weg geben möchtest?

Arbeitet hart an euch und tut das, was ihr denkt, für euch das Beste ist. Macht nichts einfach so, weil alle anderen es machen! Früher oder später erkennt ihr, dass es nicht für euch ist. Ihr solltet wissen, was und wofür ihr es tut. „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“! (Kant) Dieses Zitat bringt es eigentlich genau auf den Punkt. Jeder Mensch/Athlet ist viel zu individuell, um genau das Gleiche wie jeder andere zu tun. Deshalb lebt für das, was ihr tut und steht auch dazu!

Wir bedanken uns für das kurze Interview und wünschen dir für deine Zukunft alles Gute und eine erfolgreiche Zeit in den USA!